Archiv | Dezember 2011

Das Ding mit den guten Vorsätzen

Ein paar Kilos abnehmen, endlich mit den Rauchen aufhören, mehr Sport treiben…. oder was nimmt man sich üblicherweise nicht noch alles zum Jahreswechsel vor?

Warum eigentlich immer zum Jahreswechsel? Was hindert uns daran nicht auch unterm Jahr gute Vorsätze zu fassen und direkt umzusetzen? Der Jahreswechsel ist ein Schnitt für viele. Das alte, lasterlottrige Jahr wird ad acta gelegt – und ab nun wird alles besser. So werden wohl die meisten denken.

Vor einigen Jahren nahmen wir uns auch etwas vor. Wir nahmen uns vor endlich die Familienplanung anzugehen. Zugegebenermaßen der einzig erfolgreiche Vorsatz, den ich jemals in meinem Leben getroffen habe, und zugleich auch der einschneidenste und schönste.

Mit der Geburt unserer kleinen Maus wurden sämtliche Prioritäten ausgehoben. Nichts war mehr so, wie es einmal war.

Nein nicht nur die Erkenntnis, dass Schlaf absolut überbewertet wird.

Nicht die Erkenntnis, dass Freizeit und Entspannung zu Fremdwörtern werden können.

Auch nicht die zahlreichen Erkenntnisse mit denen sich Nicht-Eltern gar nicht befassen müssen, zum Beispiel dass Karottenbrei nicht mehr völlig rückstandsfrei aus der blütenweißen Tischdecke entfernt werden kann, oder dass eine Windel nicht immer zwangsläufig das hält, was sie halten müsste und die Werbung verspricht.

Nein, auch unsere Vorsätze änderten sich komplett. Wir nehmen uns nämlich NICHTS mehr vor. Wir wünschen uns nur, dass wir gesund bleiben und dass wir zusammen viele Glücksmomente erleben werden. Wir wünschen uns, dass die Herausforderungen im neuen Jahr nur so groß werden, wie wir sie bewältigen können und dass wir die Steine, die uns in den Weg gelegt werden rechtzeitig erkennen.

Das selbe möchte ich jeden von Euch wünschen.

A Nei GAAR (Ein gesundes neues Jahr)